DAS SMARTPHONE – Ein Tresor voller wertvoller Rohstoffe
Neue Illustrationen des Projekts „Smart Youth – Smart Choice“
Im Rahmen des Projekts „Smart Youth – Smart Choice“ veranschaulichen neue Illustrationen des Oekozenter Pafendall, welche konkreten Rohstoffe zur Herstellung von Smartphones und anderen mobilen IT-Produkten benötigt werden. Die Illustrationen sind Teil des gleichnamigen Workshops und für den Einsatz an Schulen und in Jugendeinrichtungen konzipiert. Sie stehen nun in Form eines Faltblatts zur Verfügung.
Das Faltblatt lädt dazu ein, in einem Smartphone zu „blättern“, seine technischen Bestandteile zu entdecken und mithilfe einer vereinfachten Periodentafel die chemischen Elemente zu entschlüsseln, die in einem Smartphone enthalten sind. Auf der Rückseite können anhand einer Weltkarte die Herkunft der Rohstoffe sowie die Abbaubedingungen und die Umweltauswirkungen des Rohstoffabbaus erkundet werden. Dabei informieren die Symbole der Piktogramme auf Umweltzerstörung, Kinderarbeit und andere Formen der Ausbeutung menschlicher Arbeitskraft. Diese Weltkarte kann auch als einzelnes Dokument runtergeladen werden.
Das neue zweisprachige Faltblatt und die dazugehörende Weltkarte können frei genutzt und in die pädagogischen Angebote von Schulen, Jugendhäusern und anderen Einrichtungen integriert werden. Es steht auf der Website des Oekozenter Pafendall zum kostenlosen Download und Ausdrucken bereit. Falt- und Schnittmarkierungen erleichtern die Fertigstellung des ausgedruckten Faltblatts im Zickzackfalz (auch Leporello-Faltblatt genannt). Bei Bedarf kann eine Anleitung zum Falten runtergeladen werden.
Darüber hinaus bietet das Oekozenter Pafendall auch in diesem Schuljahr im Rahmen des Projekts „Smart Youth – Smart Choice“ interaktive Workshops für Jugendliche an.
Seit Projektbeginn im Juli 2024 wurden bereits mehr als zwanzig Workshops durchgeführt. Das Angebot richtet sich an die Sekundarstufe sowie an Jugendeinrichtungen wie Jugendhäuser und den Maisons Relais des 4. Zyklus.

Faltblatt im Leporello-Format
Smartphones sind aus dem Alltag – nicht nur junger Menschen – heute kaum noch wegzudenken.
Ihre Herstellung, Nutzung und Entsorgung belasten jedoch massiv die Umwelt. Auch Millionen von Menschen leiden unter den Folgen: in den Minen und Fabriken, in denen Rohstoffe abgebaut und Handys hergestellt werden. Dabei wachsen die Berge von Elektromüll weiter an. Doch immer mehr Verbraucher sind sich der Lage bewusst. Auch der Markt bietet Alternativen und die Gemeinwohl-Ökonomie Lösungen an. Was können wir also alle tun, um diese negativen Auswirkungen zu verringern und den Weg in Richtung Kreislaufwirtschaft einzuschlagen?
Die erste Infografik (Link) des Projektes gibt drei Empfehlungen:
- Smartphones so lange wie möglich nutzen und reparieren!
- Gebrauchte oder wiederaufbereitete (refurbished) Geräte bevorzugen. Wer ein neues Smartphone kauft, sollte auf ein robustes und gut reparierbares Modell achten (siehe auch die Liste der am besten reparierbaren Smartphones auf oekotopten.lu).
- Ausgediente Smartphones sinnvoll weitergeben oder fachgerecht recyceln! Funktionsfähige Geräte sollten möglichst frühzeitig bei Sammelstellen oder akkreditierten wohltätigen Organisationen abgegeben werden, damit sie im Rahmen des Social Reuse an Menschen weitergegeben werden können, die sie benötigen. Defekte Geräte gehören ins Ressourcencenter, damit ihre wertvollen Rohstoffe fachgerecht zurückgewonnen werden können. Auch Händler sind verpflichtet, Altgeräte zur ordnungsgemäßen Verwertung zurückzunehmen.
Kontakt: camille.muller@oeko.lu, Telefon.: 43 90 30 23
Das Projekt wird von der Œuvre Nationale unterstützt.