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Energiewochen 2019 vom 29. September bis 12. Oktober

Vom 29. September bis zum 12. Oktober 2019 finden wieder die alljährlichen Energiewochen unter der Schirmherrschaft der Ministerien für Wohnungsbau, Umwelt, Klima und nachhaltige Entwicklung sowie Energie und Raumentwicklung statt.

Unter dem Motto „von privat zu privat“ können Bauinteressierte sich vor Ort in den Häusern bzw. auf den Baustellen den Verbau von nachhaltigen Baumaterialien in der Praxis ansehen und dabei mit den Bauherren über deren Erfahrungen sowie mit den jeweiligen Fachplanern über technische Details austauschen.

Dieses Jahr werden im Rahmen der Energiewochen unter anderem die Sanierung eines denkmalgeschützten Wohnhauses in Diekirch besichtigt. Aus Gründen des Erhalts des äußeren Erscheinungsbildes wurde das Gebäude von innen gedämmt. Aus bauphysikalischer Sicht ist die Innendämmung aber nicht ganz unproblematisch und kann unter Umständen zu Bauschäden am Bestand führen. Durch das Aufbringen einer Dämmschicht auf der Innenseite der Außenwand verändert sich der Temperatur- und Feuchteverlauf im Wandquerschnitt. Dies kann zu einer übermäßigen Durchfeuchtung der Wand und damit verbunden zu baukonstruktiven Schäden führen.

Die Bauberatung im Oekozenter Pafendall möchte daher in dem Pilotprojekt „Innendämmung“, eingebaute Innendämmungen auf deren Temperatur- und Feuchteverhalten sowie deren Schadensfreiheit über mehrere Jahre observieren und prüfen. In diesem Sinne arbeitet sie mit der Uni Luxemburg zusammen wo zurzeit auch eine Dissertation über dieses Thema verfasst wird. Eines der Untersuchungsobjekte in dieser Studie ist die energetische Sanierung eines denkmalgeschützten Wohnhauses in Diekirch. Mit den Erkenntnissen aus dieser Studie möchte die Bauberatung ihre Beratungstätigkeit auf diesem Gebiet noch weiter verbessern.

Das Gebäude umfasste ursprünglich 4 Wohneinheiten. Im Zuge der Sanierung werden noch zwei zusätzliche Wohnungen im ausgebauten Dachgeschoß geschaffen. Die Außenwände bestehen aus einer zweischaligen Kalksandsteinkonstruktion. Diese wird mit Holzfaserplatten im Innenraum gedämmt und mit mineralischem Putz versehen. Die Fenster werden durch 3-fach-Verglasungen energetisch optimiert. Die Holzbalkendecken werden mit Hilfe von veränderten Aufbaukonstruktionen im Sinne des Schall- und Brandschutzes verbessert. Alle Wohneinheiten werden über eine mechanische Lüftungsanlage kontrolliert belüftet. Solarkollektoren werden kaum sichtbar auf den neuen Dachgauben auf der Rückseite des Hauses eingebaut und unterstützen die Heiz- und Warmwasserproduktion.

Dieses sowie 10 weitere Projekte konnten während den Energiewochen besichtigt werden:

Erpeldange-Sûre              Strohhaus zum Selberbauen

Diekirch                            Sanierung und Ausbau des Gerichtsgebäudes

Filsdorf                             Einfamilienhaus in Holzmassivbauweise

Luxemburg-Belair             Einfamilienhaus nach Kreislaufwirtschaft-Kriterien

Differdange                       Wohnungsbau in Holz

Diekirch                            Energetische Sanierung – Pilotprojekt

Schrondweiler                   Einfamilienhaus in Holzmassivbauweise

Esch-sur-Alzette               Wohnungsbau in Holz

Ettelbruck                         Sanierung eines Reihenhauses

Luxemburg                       Holzhaus – Erfahrungswert nach 7 Jahren

Ettelbruck                         Miscanthus-Pavillon

Detaillierte Informationen sowie eine Übersetzung ins Französische finden Sie in unserer Broschüre unter Downloads.