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Ergebnisse des Gemengeversuchs Hafer x Ackerbohnen

Im Vortrag von Katharina David (Ekologesch Landwirtschaftsberodung von JB&JW und Stiftung Oekofonds) ging es um Leguminosen. Im Vordergrund stand die Frage, ob eine Futter-Gemengekultur von Ackerbohnen und Hafer ökonomisch Sinn macht. Dies wurde im Rahmen des Projekts „Eiweißstrategie in Luxemburg“ untersucht.

Gegenstand der Untersuchungen waren hierbei höhere TM- bzw. Rohprotein-Erträge, Aussaatvarianten aus praktischer Sicht und Sinn oder Unsinn von Unkrautregulierung. Die Referentin führte zunächst aus, daß sich die beiden Kulturen ergänzen, bei der Entwicklung sich nicht gegenseitig behindern und Hafer eine unkrautunterdrückende Wirkung hat. Pro qm wurden 30 Ackerbohnen- und 100 Haferpflanzen kombiniert. Bei der Saat wurde unterschieden zwischen einem Saatgemenge und jeweils alternierenden Reihen mit Trennung der beiden Kulturen.

Hierbei ergaben sich folgende Erkenntnisse: Mit dem Gemenge wurden die höchsten Rohproteinerträge erzielt. Ohne Herbizide erreichte der RP-Ertrag im Gemenge die höchsten Werte von über 12 dt/ha. Der RP-Gehalt stieg auf bis zu 23%, und zwar bei der Saatmischung, wo der Ackerbohnenanteil im Bestand letztlich höher war als bei der Reihensaat, sowie ohne Herbizideinsatz. Diese Variante war auch bei der Wirtschaftlichkeit unschlagbar mit Kosten von 24 Euro pro dt RP.

Weitaus schlechter ist die Wirtschaftlichkeit beim Gemenge unter Einsatz von Herbiziden, und zwar 46 Euro/dt RP. Nur die Hafer-Reinsaat schneidet mit 58 Euro/dt RP noch schlechter ab.“