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Feldbegehung der Versuchsfelder in Bettendorf

Pestizideinsparung durch Gemengeanbau?

Kann der Gemengeanbau, also die Mischung von zwei oder mehrerer Kulturen auf einem Feld, durch seine unkrautunterdrückende Wirkung den Herbizideinsatz reduzieren? Ist dies auch ökonomisch sinnvoll? Und wie ist ein Gemengeanbau technisch durchführbar? Dies ist die Fragestellung, der die Ekolgesch Landwirtschaftsberodung des Oekozenter Pafenndall und der Lëtzebuerger Jongbaueren an Jongwënzer in ihrem Schauversuch in Bettendorf nachgeht. Hierfür wurden Parzellen mit einem Erbsen-Gersten-Gemenge und zum Vergleich, mit einer Erbsen-Reinsaat eingesät, die als Grünpflanzensilage geerntet werden.

Mögliche Alternative zur Rapskultur?

Zusätzlich zu den erwähnten Parzellen wurde zur gleichen Fragestellung eine Parzelle mit Leindotter als Gemengepartner zu Erbsen eingesät. Leindotter ist eine alte Ölfrucht, die bisher nur als Nischenprodukt genutzt wird. Dabei ist Leindotteröl vielseitig, sowohl in der Küche als auch im industriellen und kosmetischen Bereich einsetzbar. Der bei der Ölpressung zurückbleibende Presskuchen kann zudem seit einigen Jahren als Proteinfutter in der Tierfütterung genutzt werden. Zur Erweiterung der Fruchtfolge oder gar als mögliche Alternative zum Rapsanbau (bei zeitgleichem Aufbau von Vermarktungs- und Verarbeitungsstrukturen) sollte der Anbau des Leindotters weiter erprobt werden.

Das Versuchsfeld der Ekologesch Landwirtschaftsberodung wurde im Rahmen einer Feldbegehung  am Freitag, den 19. Juni 2015 einem interessierten Publikum vorgestellt.

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Das Erbsen-Gerstengemenge am Versuchsstandort Bettendorf (Foto vom 3. Juni)

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Das Erbsen-Gerstengemenge am Versuchsstandort Bettendorf (Foto vom 3. Juni)

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Leindotter-Erbsen Gemenge (Foto vom 3. Juni)